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Kommission für den Berner Umwelt-Forschungspreis

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Der Berner Umwelt-Forschungspreis 2001

Ein Preisträger, eine Preisträgerin

Zwei junge Forschende konnten den Berner Umwelt-Forschungspreis am Dies academicus in Empfang nehmen: Die Auszeichnung erhielten ex aequo Martin Flügel für seine Dissertation zum Thema "Umweltethik und Umweltpolitik" und Agnes Nienhaus für ihre Lizentiatsarbeit "Naturkatastrophe und Modernisierungsprozess".

Bereits zum dritten Mal konnte der mit Fr. 20'000.-- dotierte Berner Umwelt-Forschungspreis vergeben werden. Da in der Schlussevaluation zwei hervorragende wissenschaftliche Arbeiten vorlagen, entschloss sich die Kommission, den Preis zu gleichen Teilen an die beiden Forschenden zu vergeben: Der Rektor überreichte den Preis Martin Flügel und Agnes Nienhaus am Dies academicus.

Philosophie...

flugel

Martin Flügel studierte in Bern Philosophie, Vokswirtschaftslehre und Allgemeine Ökologie. Ab 1995 war er am Forschungsinstitut für Freizeit und Tourismus der Universität Bern tätig. 1999 promovierte er mit seiner nun mit dem Berner Umwelt-Forschungspreis ausgezeichneten Arbeit "Umweltethik und Umweltpolitik. Eine Analyse der schweizerischen Umweltpolitik aus umweltethischer Perspektive" bei Prof. Andreas Graeser (Institut für Philosophie, Universität Bern) und Prof. Jean-Claude Wolf (Departement der Philosophie, Universität Freiburg).

Martin Flügel hat erstmals fundiert und systematisch herausgearbeitet, welche umweltethischen Orientierungen und Hintergrundvorstellungen in die verschiedenen, in unterschiedlichen historischen Kontexten entstandenen, umweltrelevanten schweizerischen Verfassungs- und Gesetzesnormen Eingang gefunden haben. Aufgrund ihrer analytischen Klarheit bietet die Arbeit für die rechtliche und politische Urteilsbildung eine starke Orientierungshilfe an.

...und Geschichte...

nienhaus

Agnes Nienhaus studierte Geschichte, Volkswirtschaftslehre und Germanistik an der Universität Bern. In ihrer mit dem Berner Umwelt-Forschungspreis ausgezeichneten Lizentiatsarbeit "Naturkatastrophe und Modernisierungsprozess", die sie bei Prof. Christian Pfister (Historisches Institut, Universität Bern) einreichte, befasst sie sich mit den gesellschaftlichen Reaktionen auf das alpine Hochwasser von 1834 im Kanton Graubünden.

Agnes Nienhaus vertieft sich in ihrer Lizentiatsarbeit in die historisch-vielfältigen, komplexen Facetten eines konkreten historischen Ereignisses und dessen gesellschaftlicher Verarbeitung. Die Analyse aus zeitlicher Distanz zeigt in anschaulicher Weise Muster der Entstehungsbedingungen von Problemen und Lösungen im Zusammenhang mit Naturereignissen. Die Arbeit ermöglicht eine empirisch gehaltvolle Hypothesenbildung für die gesellschaftliche Bewältigung von Problemen der Gegenwart, vor allem in Zusammenhang mit der Klimaveränderung.

...leisten Beiträge zur Umweltforschung

Die Arbeiten von Martin Flügel und Agnes Nienhaus stellen je für sich herausragende wissenschaftliche Leistungen aus zwei verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen - Philosophie und (Umwelt?)Geschichte - dar. Zusammen genommen zeigen sie in komplementärer und eindrücklicher Weise das Spektrum möglicher Beiträge der Geistes- und Sozialwissenschaften zum besseren Verständnis und zur Lösung von Umweltproblemen auf.

Am Donnerstag, 18. April 2002, findet ab 18:15h im Hauptgebäude der Universität eine öffentliche Veranstaltung mit den Preisträgern statt.

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