Berner Umwelt-Forschungspreis

Preisträger

Hauptpreis

Am Dies academicus der Universität Bern wurde der Berner Umwelt-Forschungspreis 2003 verliehen: der Biologe Sven Bacher konnte den Hauptpreis in Empfang nehmen. Diese Auszeichnung erhielt er für seine Habilitationsschrift, die neue Wege in der biologischen Kontrolle von Unkräutern und Schädlingen vorschlägt.

In seiner Arbeit untersucht Sven Bacher Alternativen zur herkömmlichen chemischen Schädlingsbekämpfung. Die gewonnenen Erkenntnisse eröffnen innovative und praxistaugliche Möglichkeiten der biologischen Kontrolle von Unkräutern und Schädlingen. Die Forschungsarbeiten leisten einen wichtigen Beitrag zur Reduktion der Umweltbelastung durch Chemikalien und zu einem nachhaltigen Umgang mit schädlichen Organismen.

Annerkennungspreise

Je ein Anerkennungspreis geht an

  • Frau Sandra Begré, lic. phil. theol., Vikarin der Evangelisch-Reformierten Kirche, Bern, für ihre Arbeit: Herrschaftsobjekt oder Mitgeschöpf? Tierethik im Problembereich von Nutztierhaltung und Fleischproduktion im Horizont alttestamentlicher Texte. Fragen der Nutztierhaltung und der Fleischproduktion sind zentrale und aktuelle Probleme in der Tierethik. Diese problematischen Bereiche beleuchtet die Autorin vor dem Hintergrund entsprechender Bibeltexte aus dem Alten Testament und von ethischen Fragestellungen. Hier wird eine Brücke zwischen dem Verständnis biblischer Texte und Traditionen und unserer heutigen ethischen Urteilsbildung geschlagen. Dabei werden aktuelle rechtliche und ökologische Fragen diskutiert und konkrete politische und ethische Alternativen zur herrschenden Situation in der Fleischproduktion und Nutztierhaltung vorgeschlagen.
  • Frau Katrin Nussbaumer, lic. iur., Bern, für ihre Arbeit: Durchsetzungsmechanismen im Umweltvölkerrecht – Wahl und Ausgestaltung im Hinblick auf unterschiedliche Vertragsziele. Wie lässt sich das moderne Umweltvölkerrecht durchsetzen? Mit dieser Frage setzt sich die Autorin differenziert auseinander. Im noch jungen, sich rasch entwickelnden Gebiet des Umweltvölkerrechts wurden in den letzen Jahrzehnten über 100 multilaterale Verträge zu verschiedensten Aspekten des Umgangs mit natürlichen Ressourcen verabschiedet. U.a. am Beispiel des Kyoto-Protokolls zum Klimaschutz (1997) werden die Effizienz und Tragfähigkeit der verschiedenen Durchsetzungsmechanismen untersucht. Die Untersuchung gelangt zum Schluss, dass die institutionelle Erfüllungskontrolle, die regelmässige Berichterstattungen über den Stand der Erfüllung des Abkommens vorschreibt, der für das moderne Umweltvölkerrecht am besten geeignete Durchsetzungsmechanismus ist.