Berner Umwelt-Forschungspreis

Preisrunde 2019

Die Gewinner des Berner Umwelt-Forschungspreises 2019

Hauptpreis: Dr. Clau Dermont

Clau Dermont gewinnt den Berner Umweltforschungspreis für seine Dissertation «Citizens support for the energy transition. The influence of policy and politics on citizens’ opinions towards renewable energy promotion”. In seiner Arbeit steht die übergeordnete Frage im Zentrum, warum Bürgerinnen und Bürger für die Transition hin zu erneuerbaren Energie relevant sind und welche Faktoren ihre Meinungen zu diesen Themen beeinflussen. Auf Basis innovativer Methoden und Konzepte analysiert er, wie Politikinhalte und parteipolitische Argumente die Entscheidungsfindung von Bürgerinnen und Bürger in der direkten Demokratie beeinflussten. Damit leistet seine Dissertation einen wichtigen Beitrag zu einer zunehmend in den Vordergrund rückenden Einsicht, dass die Transition von Energiesystemen nicht ohne den stärkeren Einbezug politischer Aspekte und insbesondere der Rolle der Bevölkerung möglich ist.

Anerkennungspreis: Michael Scheurer

Mikroplastik ist ein global vorkommender Schadstoff. Die Konzentrationen und die Quellen von Mikroplastik im Boden sind aber noch sehr wenig erforscht. Michael Scheurer hat in seiner Masterarbeit «Microplastics in Swiss Floodplain Soils» eine Methode entwickelt, um Mikroplastik in Böden zu analysieren. Er hat diese Methode angewendet, um Auenböden in der Schweiz zu untersuchen. Die gesammelten Daten zeigen, dass in 90 % (n = 29) der Auenböden Mikroplastik enthalten und deuten auf direkte anthropogene Einträge, aber auch auf einen diffusen Eintrag über die Atmosphäre hin. Die Masterarbeit wurde in einer der führenden Fachzeitschriften auf dem Gebiet veröffentlicht und es wurde in > 40 Zeitungen und in Radio- und Fernsehsendungen über die Studie berichtet. Die Arbeit zeigt Pioniercharakter, wissenschaftliche Exzellenz und trägt wesentlich zum Verständnis des Vorkommens und der Quellen von Mikroplastik in terrestrischen Ökosystemen bei.